Nachhaltigkeit
Installation

Die Rolle der Wärmepumpe in der Energiewende

31 July 2026

Die Niederlande müssen weg vom Gas. Im niederländischen Klimaabkommen steht, dass im Jahr 2050 rund 7 Millionen Wohnungen und 1 Million Gebäude kein Erdgas mehr verbrauchen. Die Gasheizung macht der Wärmepumpe Platz. Sie heizt Ihr Haus künftig mit Strom statt mit Gas!

Warum gerade die Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe holt sich Wärme aus der Außenluft und heizt damit Ihr Haus, mit Strom statt mit Gas. Das ist schon sauberer als Erdgas, und erst recht, wenn dieser Strom von Photovoltaik oder anderen erneuerbaren Quellen kommt. Damit ist sie der naheliegendste Ersatz für die Gasheizung.

Die Niederlande zählen inzwischen 2,6 Millionen Wärmepumpen, 17 Prozent mehr als im Vorjahr; die installierte Gesamtleistung stieg von 6,9 Gigawatt (2024) auf 7,8 Gigawatt (2025). Der Regierung ist das so wichtig, dass bis 2030 mindestens eine Million weitere (hybride) Wärmepumpen in Bestandswohnungen dazukommen sollen.

Keine Pflicht, aber eine klare Richtung

Wichtig zu wissen: Die zuvor angekündigte Pflicht, ab 2026 beim Austausch der Gasheizung eine Hybridwärmepumpe einzubauen, ist gestrichen. Sie dürfen Ihre Gasheizung also nach wie vor durch eine neue ersetzen. Aber damit ist die Wärmepumpe nicht vom Tisch.

Im Koalitionsvertrag steht nämlich, dass die Hybridwärmepumpe ab 2029 zum Mindeststandard beim Heizungstausch werden soll. Die Pflicht kommt also ohnehin, nur eben drei Jahre später. Wer jetzt schon umsteigt, ist auf jeden Fall vorbereitet.

Was Ihnen das bringt

Eine Wärmepumpe ist keine Investition, die nur dem Klima nützt. Sie senkt auch sofort die Energierechnung: schnell einige hundert Euro im Jahr, je nach Haus und Wärmepumpentyp.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Förderung: 500 Millionen Euro für Maßnahmen zur energetischen Modernisierung, darunter Wärmepumpen. Wer den Anschaffungsbetrag nicht auf einmal zahlen kann oder will, kann beim Nationaal Warmtefonds einen Kredit zu 0 % Zinsen aufnehmen, sofern das gemeinsame Einkommen bei höchstens 60.000 € liegt. Wer bei den Anschaffungskosten zögert, muss also nicht gleich abwinken.

Hybrid oder vollelektrisch

Nicht jedes Haus ist gleich. Das gilt auch für die Wahl der Wärmepumpe. Eine Hybridwärmepumpe arbeitet mit Ihrer vorhandenen Gasheizung zusammen: Die Wärmepumpe übernimmt den größten Teil der Arbeit, die Gasheizung springt an den kältesten Tagen ein. Damit passt sie in nahezu jedes Haus, auch wenn Ihres noch nicht vollständig gedämmt ist.

Eine vollelektrische Wärmepumpe ersetzt die Gasheizung komplett und bringt die größte Ersparnis. Der Rat „erst dämmen, dann elektrifizieren“ gilt nicht für jedes Haus: Er hängt vom Wärmeabgabesystem ab, von der Luftdichtheit und vom Gebäudetyp. Mit Niedertemperatur-Heizkörpern lässt sich oft schon viel erreichen, ohne dass Sie umfangreich dämmen müssen, und immer mehr Energieberater schauen zuerst darauf, was sich am schnellsten rechnet. Lassen Sie deshalb einen Installateur die beste Reihenfolge für Ihr Haus durchrechnen.

Das überlastete Stromnetz: auch eine Kehrseite

Die Wärmepumpe löst nicht nur ein Problem, sie belastet auch etwas anderes: das Stromnetz. In weiten Teilen der Niederlande ist das Netz nahezu ausgelastet, weil Wärmepumpen, Elektroautos und Photovoltaikanlagen gemeinsam Spitzen erzeugen, vor allem an kalten Abenden oder sonnigen Tagen. Fachleute sprechen von einem Netzengpass. Und eine Wärmepumpe, die einfach nach Thermostat ein- und ausschaltet, verstärkt genau diese Spitze.

Genau hier unterscheidet sich Weheat. Unsere Wärmepumpen laufen mit Weheat Intelligence, einer Software, die anhand der Wettervorhersage, dynamischer Strompreise und des Solarertrags vorausplant und das Haus selbst als Wärmespeicher nutzt. Dazu kommt Ihre eigene Situation. Die Software berücksichtigt die Eigenschaften Ihres Hauses und die Art, wie Sie und Ihre Familie darin wohnen. So verschiebt sich der Verbrauch in günstige, ruhige Zeiten statt in die Spitze. Ein Wundermittel für das ganze Netz ist das nicht. Die Spitzenlast pro Haushalt sinkt aber, und damit greifen unsere Wärmepumpen der künftigen Anforderung vor, dass Wärmepumpen intelligent steuerbar sein müssen.

Was das fürs Klima bedeutet

Laut CBS haben Wärmepumpen 2025 rund 138.000 Tonnen CO2 vermieden, verglichen mit dem Heizen mit Gas. Das ist ein Gewinn, den Sie nicht auf Ihrer Energierechnung sehen, der aber zu den Klimazielen der Niederlande beiträgt.

Bei der Energiewende geht es nicht um die eine große Lösung, sondern um Tausende kleine Lösungen, die zusammen viel bewirken. Die Wärmepumpe ist dabei der Baustein mit der größten Wirkung pro Haus: kein Gas, weniger Emissionen, eine niedrigere Rechnung.

Sie zögern noch?

Die Richtung steht fest. Die Förderung gibt es jetzt, die Technik ist ausgereift, und die Ersparnis ist bei den meisten Haustypen schon im ersten Jahr spürbar. Wer wartet, bis der Staat Wärmepumpen vorschreibt, verliert vor allem Zeit und Geld, das er jetzt schon sparen könnte.

Quellen: CBS (Verkaufszahlen und CO2-Einsparung von Wärmepumpen 2024-2025), Vereniging Warmtepompen (Nationaal Warmtepomp Trendrapport 2026), Regeerakkoord/Koalitionsvertrag zur Pflicht für Hybridwärmepumpen, weheat.nl (Weheat Intelligence).

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